Die Abschaffung der Sklaverei auf Mauritius und das Gedenken in Le Morne 2027
Die Sklaverei wurde auf Mauritius am 1. Februar 1835 formell abgeschafft. Am Montag, dem 1. Februar 2027, erinnert das Land zum 192. Mal an diese rechtliche Zäsur. Le Morne ist dafür ein zentraler Ort. Der Berg steht in Verbindung mit Menschen, die der Versklavung entkamen, ihrem Kampf um Freiheit und den Gemeinschaften, die diese Erinnerungen bewahrten. Der Jahrestag würdigt Leben und Widerstand und feiert zugleich Freiheit. Er ist mehr als ein Fest vor schöner Bergkulisse.

Das Datum der Abschaffung und seine Bedeutung
Für Mauritius lautet das entscheidende Datum 1. Februar 1835. Es darf weder durch 1833, das Jahr des britischen Slavery Abolition Act, noch durch den häufig mit der britischen Karibik verbundenen 1. August 1834 ersetzt werden. Gesetzgebung und örtliche Umsetzung wurden nicht überall am gleichen Tag wirksam. Der mauritische Feiertag bewahrt das landesspezifische Datum.
Ein zweites Datum gehört dazu. Viele ehemals versklavte Menschen mussten nach der formellen Abschaffung im verpflichtenden Apprenticeship-System weiterarbeiten. Auf Mauritius endete dieses System am 31. März 1839. Die rechtliche Abschaffung 1835 und das Ende dieser Zwangsregelung 1839 sind verschiedene Schritte der Emanzipation.
Die Bezeichnung Feier betont Freiheit, Überleben und Würde. Gedenken lässt zugleich Raum für Trauer, die Gewalt der Versklavung und die anhaltende Aufgabe, ihre Folgen zu verstehen. Beides kann zusammengehören, wenn die erinnerten Menschen im Mittelpunkt bleiben.
Eine Chronologie von der Versklavung zum öffentlichen Gedenken
| Datum | Historischer Meilenstein |
|---|---|
| 1638 | Beginn der niederländischen Besiedlung. Sklaverei und Widerstand gehören bereits zu dieser Kolonialzeit; ihre Geschichte begann nicht erst unter Frankreich. |
| 1715–1721 | Frankreich beanspruchte die Insel 1715; die Besiedlung wurde 1721 begründet. Versklavte Arbeit wurde wesentlich für die Entwicklung der Kolonie. |
| 1807 | Großbritannien verbot seinen Sklavenhandel. Die Abschaffung des Handels war etwas anderes als das Ende der Sklaverei selbst. |
| 1810 | Britische Truppen eroberten Mauritius. Der Herrschaftswechsel beendete die Sklaverei nicht unmittelbar. |
| 1833 | Der Slavery Abolition Act schuf den britischen Rahmen für Emanzipation, Entschädigung der Eigentümer und ein verpflichtendes Übergangssystem. |
| 1. Februar 1835 | Die formelle Abschaffung trat auf Mauritius in Kraft. Viele Betroffene mussten anschließend im Apprenticeship-System weiterarbeiten. |
| 31. März 1839 | Ende des Apprenticeship-Systems auf Mauritius. |
| 2008 | Die Kulturlandschaft Le Morne wurde UNESCO-Welterbe. |
| 2014 | Traditioneller mauritischer Sega wurde in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. |
| 2023 | Die Unterlagen zu Sklavenhandel und Sklaverei auf Mauritius von 1721–1892 wurden in das internationale UNESCO-Register Memory of the World aufgenommen. |
| 1. Februar 2027 | 192. Jahrestag der Abschaffung. Der Feiertag ist bestätigt; die geprüften Quellen belegen noch kein detailliertes Zeremonienprogramm. |
Diese Chronologie verbindet politische, arbeitsgeschichtliche und kulturelle Meilensteine. Institutionelle Anerkennung schuf weder die Geschichte noch das Recht der Gemeinschaften, sich zu erinnern. Le Mornes Bedeutung lebt auch in Überlieferungen und Praktiken außerhalb offizieller Archive.
Mauritius in den Sklavereinetzwerken des Indischen Ozeans
Die mauritische Geschichte lässt sich nicht allein durch den bekannteren atlantischen Sklavenhandel erklären. Die Insel gehörte zu Netzwerken des Indischen Ozeans, in denen versklavte Menschen zwischen Regionen, Häfen und Kolonien verschleppt wurden. Die UNESCO-Nominierung des Nationalarchivs nennt unter anderem Madagaskar, Ostafrika sowie weitere Teile Afrikas und Asiens. Diese Herkunftsgeschichten sind nicht austauschbar.
Menschen wurden zu Landwirtschaft, Hausarbeit, Bauarbeiten und anderen Tätigkeiten gezwungen. Die Plantage ist wichtig, aber nicht die ganze Geschichte. Port Louis, öffentliche Gebäude, Haushalte und maritime Arbeit gehören ebenfalls dazu. Das ehemalige Militärhospital, heute Sitz des Intercontinental Slavery Museum, verbindet ein erhaltenes Bauwerk unmittelbar mit versklavter Arbeit.
Wer die Landschaft liest, kann fragen, wer sie errichtete, wer darin arbeitete, wer Bewegungen kontrollierte und wer profitierte. Das verändert den Blick auf Hafen, Anwesen und Berg. Es rückt Menschen in eine Geschichte zurück, die sonst leicht auf Gouverneure, Handel und Baujahre begrenzt bleibt.
Warum ein Herrschaftswechsel keine sofortige Freiheit brachte
Mauritius stand unter niederländischer, französischer und britischer Kolonialherrschaft. Diese Wechsel sind wichtig, änderten aber nicht automatisch die Lage versklavter Menschen. Nach der britischen Eroberung 1810 bestand die Sklaverei fort. Der offizielle historische Überblick nennt ihre Abschaffung erst für 1835, ein Vierteljahrhundert später.
Das Ende des Sklavenhandels und das Ende der Sklaverei sind getrennte Vorgänge. Ein Verbot des Transports oder Verkaufs befreite nicht alle bereits versklavten Menschen. Historische Debatten zeigen zudem fortgesetzten verbotenen Handel und Streit über unrechtmäßig versklavte Personen. Eine britische Parlamentsdebatte zu Mauritius im Juni 1835 behandelte in solchen Fällen Freilassung und Entschädigung.
Ein einzelnes Gesetz beseitigte nicht sofort jeden Missbrauch. Rechte und Institutionen veränderten sich, doch Umsetzung, Kontrolle, Widerstand und wirtschaftliche Macht bestimmten die tatsächlichen Folgen. Deshalb gehört die Zeit nach 1835 wesentlich zur Geschichte der Abschaffung.
Widerstand und die Bedeutung von Marronage
Marronage bezeichnet die Flucht aus der Versklavung. Die als Maroons oder Marrons bezeichneten Menschen waren nicht einfach Bewohner eines abgelegenen Berges. Sie versuchten, außerhalb eines Systems zu leben, das Eigentum an ihnen beanspruchte. Ihr Handeln gehört ins Zentrum der Freiheitsgeschichte, neben Gesetzen und abolitionistischen Kampagnen.
Flucht konnte zeitweilig oder dauerhaft, individuell oder gemeinsam erfolgen. Sie konnte Verstecke, schwieriges Gelände und verletzliche Gemeinschaften einschließen. Ein Zufluchtsort garantierte keine Sicherheit. Verfolgung und erneute Gefangennahme gehörten zu den Risiken.
Le Mornes Verbindung mit Marronage ist durch die Welterbeinschreibung anerkannt. Gelände und Abgeschiedenheit machten den Berg zum Zufluchtsraum; seine spätere Bedeutung geht über Schutz hinaus. Er steht für die Verweigerung der Versklavung und die Erinnerung daran.
Flucht sollte trotzdem nicht zum einzigen Maßstab für Widerstand werden. Der ausschließliche Blick auf dramatische Taten verdeckt die eingeschränkten Möglichkeiten von Menschen mit Kindern, Angehörigen, Verletzungen oder Verpflichtungen. Ihre Handlungsmacht anzuerkennen bedeutet, diese Bedingungen ernst zu nehmen, statt Menschen in Helden und passive Opfer aufzuteilen.
Apprenticeship und die Grenzen der Freiheit nach 1835
Apprenticeship klingt im heutigen Englisch nach freiwilliger Berufsausbildung. Hier bezeichnet der Begriff eine erzwungene Übergangsordnung für viele ehemals versklavte Menschen. Sie mussten ihren früheren Eigentümern nach der rechtlichen Abschaffung weiterhin Arbeit leisten. Ohne Erklärung verschleiert der Begriff das fortbestehende Machtgefälle.
Das für Mauritius maßgebliche Enddatum ist der 31. März 1839. Geschichten der britischen Karibik nennen häufig 1838. Dieses Datum darf nicht einfach übertragen werden. Zusammenfassungen des gesamten Empire verkürzen leicht regionale Unterschiede, die für örtliches Gedenken entscheidend sind.
Emanzipation ist daher eher ein Prozess als ein einzelner Moment vollständigen gesellschaftlichen Wandels. Der Rechtsstatus kann sich ändern, bevor sich Zugang zu Land, Einkommen, Bildung und politischem Einfluss verändert. Das Ende des Übergangssystems war ein weiterer wichtiger Schritt, löschte aber keine über Generationen entstandene Ungleichheit.
Für Besucher und Lernende geht es deshalb auch darum, was Freiheit anschließend ermöglichte und was sie weiter begrenzte. Diese Frage öffnet Familien-, Erwerbs- und Siedlungsgeschichten sowie Forderungen nach Anerkennung, statt mit einer Proklamation zu enden.
Wer die Entschädigung erhielt
Die britische Emanzipationsregelung entschädigte Sklaveneigentümer. Das Forschungsprojekt Legacies of British Slavery am University College London erläutert das Programm über 20 Millionen Pfund und nutzt die Akten der Slave Compensation Commission. Empfänger waren diejenigen, die finanzielle Ansprüche an versklavten Menschen geltend machten, nicht die ihrer Freiheit beraubten Menschen.
Mauritius war Teil dieses Systems. Forschungen der Bank of England untersuchen Händler und Agenten bei der Abwicklung, einschließlich der Bündelung mauritischer Ansprüche bei bestimmten Vermittlern. Diese Finanzgeschichte erinnert an Institutionen und Handelsnetze, die mit Sklaverei verbunden waren.
Entschädigung bedeutet hier also nicht, dass ehemals Versklavte Wiedergutmachung für Leiden oder unbezahlte Arbeit erhielten. Eine Verwechslung kehrt die historische Richtung der Zahlungen um.
Heutige Debatten über Reparationen, Gerechtigkeit und vererbte Ungleichheit stellen weitere Fragen. Ein Reiseführer kann sie nicht entscheiden oder für Nachfahren sprechen. Er kann die Zahlungsrichtung klarstellen und auf die Quellen und Forschung verweisen, die eine informierte Diskussion ermöglichen.
Die Erzählung von Le Morne und ihre Beleglage
Eine weit verbreitete Geschichte erzählt, Menschen auf Le Morne hätten sich beim Herannahen einer Gruppe in den Tod gestürzt, weil sie Gefangennahme befürchteten, obwohl die Ankommenden Freiheit verkünden wollten. Diese eindringliche Erzählung sollte als mündliche Überlieferung bezeichnet werden, nicht als vollständig dokumentiertes Ereignis des 1. Februar 1835.
Die ICOMOS-Welterbebewertung behandelt die Erinnerung an Maroons und das Fortleben der Sprunglegende als Teil der kulturellen Bedeutung. Sie belegt damit nicht sämtliche Einzelheiten moderner touristischer Fassungen, etwa genaues Datum, Personenzahl, gesprochene Worte oder Absichten einer herannahenden Gruppe.
Mündliche Tradition zu respektieren verlangt nicht, sie in ein Archivprotokoll zu verwandeln. Unsicherheit anzuerkennen verwirft auch nicht die überliefernde Gemeinschaft. Schriftquellen, Archäologie und mündliche Erinnerung beantworten unterschiedliche Fragen und haben eigene Grenzen. Eine sorgfältige Darstellung würdigt die Bedeutung und benennt zugleich genau, was belegt ist.
Vermeiden Sie sensationsbetonte Beschreibungen, erfundene Gespräche und unbelegte Opferzahlen. Die Geschichte von Menschen auf der Suche nach Freiheit ist bereits tiefgreifend. Zusätzliche Dramatik ist für die Bedeutung des Berges unnötig.
Warum Le Morne eine Kulturlandschaft ist
Die UNESCO führt Le Morne als Kulturlandschaft, nicht nur als schönen Berg. Der Begriff verknüpft den physischen Ort mit Geschichte und Erinnerung der Marronage, also Gelände, Zuflucht, Widerstand und den Bedeutungen für Gemeinschaften.
Ein Panoramafoto zeigt die Umgebung, erklärt aber nicht die Menschenleben hinter ihrer historischen Bedeutung. Informationen zu lesen, einer sachkundigen Darstellung zuzuhören und die umliegenden Gemeinschaften einzubeziehen gehört zum Verständnis.
Die Welterbeinschreibung erfolgte 2008. Anerkennung macht weder jede Geschichte zur belegten Tatsache noch jeden Weg zugänglich. Historischer Wert, Besucherzugang und Wanderbedingungen benötigen jeweils verlässliche Auskünfte.
Das International Slave Route Monument
Das International Slave Route Monument in Le Morne eröffnet über Skulpturen und einen Erinnerungsort einen Zugang zur Geschichte. Die Broschüre des Heritage Trust Fund erklärt Zweck und weiterführende Verbindungen. Dieser Zugang unterscheidet sich vom Bergsteigen oder Betrachten der Lagune.
Beginnen Sie mit einer Pause. Lesen Sie die Erläuterungen, betrachten Sie Werke und Umgebung und überlegen Sie, warum dieser Ort zum Schwerpunkt des Gedenkens wurde. Fotografieren sollte weder Zeremonien noch die Besinnung anderer unterbrechen.
Am Monument fanden offizielle Kranzniederlegungen statt. Daraus folgt kein jederzeitiger öffentlicher Zugang bei einem künftigen Ereignis. Beachten Sie angekündigte Ankunfts-, Stand- und Bewegungsregeln. Ein separater Besuch kann besser für ruhiges Lesen geeignet sein.
Trou Chenille und das Leben jenseits des Berges
Le Mornes Geschichte endete nicht mit der Abschaffung. Forschungen des Heritage Trust Fund enthalten mündliche Berichte über Trou Chenille, eine mit Nachfahren versklavter Menschen verbundene Siedlung. Erzählt wird von Häusern, Laden, Kapelle, Wasserstellen und Veränderungen nach dem Zyklon von 1945. Die Quelle kennzeichnet dies als Gemeinschaftserinnerungen; diese Einordnung sollte erhalten bleiben.
Solche Berichte erweitern die Geschichte über Flucht und einen Jahrestag hinaus. Sie handeln vom Aufbau eines Lebens, Beziehungen, Wasserversorgung, Glauben und Verdrängung. Alltägliche Einzelheiten zeigen Fortbestand und Wandel, die eine dramatische Bergerzählung ausblendet.
Le Morne ist auch heute eine lebendige Gemeinschaft. Bewohner schulden Besuchern weder Auskunft über ihre Abstammung noch Zugang zu ihren Häusern. Hören Sie zu, wenn Menschen freiwillig erzählen, unterscheiden Sie persönliche Berichte von allgemeinen Aussagen und respektieren Sie Grenzen.
Ein aufmerksamer Besuch fördert Verständnis, ohne Menschen zu Ausstellungsobjekten zu machen. Gute Vermittlung erkennt Gemeinschaftswissen an und nennt diejenigen, die Geschichten bewahren.
Sega, Sprache und Ausdruck von Erinnerung
Traditioneller mauritischer Sega wird von der UNESCO als lebendige darstellende Kunst anerkannt. Die Beschreibung betont Gesang, Tanz, Schlaginstrumente, kreolische Texte und Wissensweitergabe. Zu den Instrumenten gehören Rahmentrommel, Kastenrassel und Triangel. Lieder können Alltag, Beziehungen und gesellschaftliche Fragen behandeln.
Musik und gesprochene Darbietungen können zum Gedenken beitragen. Der Ministeriumsbericht für 2026 nennt musikalische Beiträge und Slam neben Reden und Kranzniederlegung. Das waren Bestandteile dieses Jahres, kein dauerhaftes Programm.
Nicht jede Sega-Aufführung hat denselben Zweck. Gemeinschaftstreffen, Gedenkbeitrag und Hotelshow können andere Erwartungen haben. Hören Sie den Erklärungen der Ausübenden zu und reduzieren Sie die Tradition nicht auf Kostüm, Rhythmus oder Foto.
Kulturelle Lebendigkeit zu feiern löscht Leiden nicht aus. Es kann Kreativität, Fortbestand und Würde anerkennen und heutigen Künstlern zugleich ihre eigene Stimme lassen.
Das Gedenken in Le Morne 2027
Das bestätigte nationale Datum ist Montag, der 1. Februar 2027. Es steht im amtlichen Feiertagskalender. Bei der Quellenprüfung am 3. November 2026 lag diesem Beitrag kein verifiziertes Programm für 2027 mit Uhrzeiten, öffentlichem Einlass, Künstlern, Parkplätzen oder Verkehr in Le Morne vor.
Das zuletzt geprüfte Programm betrifft 2026. Das Ministerium berichtet über eine Feier in Le Morne, Kranzniederlegung am Monument und einen Kulturteil. Diese Angaben zeigen das Gedenken jenes Jahres und dürfen nicht als angekündigtes Programm für 2027 übernommen werden.
Prüfen Sie vor einer eigens dafür geplanten Reise datierte Mitteilungen des Kulturministeriums und des Heritage Trust Fund. Bestätigen Sie Ort und öffentlichen Zugang, dann den Transport. Ein Feiertag vermittelt weder Einlassreservierung noch einen garantierten Platz.
Fehlt das Programm, planen Sie einen sinnvollen historischen Besuch an einem anderen Tag. Verständnis dieser Geschichte hängt weder von einer Bühne noch vom Erreichen des Gipfels ab.
Mit Aufmerksamkeit besuchen
Geben Sie dem Besuch ein klares Ziel. Marronage verstehen, Zeit am Monument verbringen, an einer angekündigten Zeremonie teilnehmen und Sklavereigeschichte studieren sind verschiedene Vorhaben. Ein Schwerpunkt schafft Raum, statt den Ort zur kurzen Zwischenstation zu machen.
Befolgen Sie bei einer Zeremonie die Hinweise der Veranstalter. Halten Sie Telefone leise, gehen Sie nicht vor Teilnehmenden vorbei und fragen Sie vor nahen Porträts. Kranzniederlegung und Schweigen sind keine Gelegenheit, Menschen für ein Foto zu dirigieren. Bei unklarem Zugang warten und fragen Sie.
Erklären Sie Kindern das Thema ehrlich und verständlich. Menschen wurden Freiheit genommen und Arbeit aufgezwungen; andere widerstanden und suchten Freiheit. Erfundenes Drama ist unnötig. Lassen Sie Fragen und Pausen zu und berücksichtigen Sie unterschiedliche Reaktionen.
Bei Mobilitätsanforderungen klären Sie tatsächliche Wege, Oberflächen, Sitzgelegenheiten, Toiletten und Zugang. Ein Foto belegt keine Barrierefreiheit. Vereinbaren Sie vorher geeignete Absetz- und Abholpunkte.
Behandeln Sie Wandern getrennt. Prüfen Sie vor einem Bergweg die aktuelle Wegstatus-Seite dieser Website. Ein Feiertag, eine Feier oder ein Guide setzt keine offizielle Sperrung außer Kraft. Erinnerung und Vermittlung sind auch ohne Gipfelaufstieg möglich.
Die Geschichte in Port Louis fortsetzen
Das Intercontinental Slavery Museum in Port Louis bietet einen weiteren Zugang. Sein früheres Militärhospital ist selbst historisch bedeutsam. Das Museum verknüpft Bau und Nutzung mit versklavten Menschen und der Kolonialstadt. Prüfen Sie aktuelle Besuchsmöglichkeiten und Ausstellungen.
Aapravasi Ghat behandelt Vertragsarbeit und das Einwanderungsdepot. Es vertieft Arbeits- und Migrationsgeschichte, ist aber kein anderer Name für Sklavereigeschichte. Mauritius erinnert am 2. November an die Ankunft der Vertragsarbeiter, getrennt von der Abschaffung am 1. Februar.
Beide Geschichten berühren sich über Kolonialwirtschaft, Arbeitskräftebedarf und ungleiche Macht. Ihre Rechtsordnungen und individuellen Erfahrungen unterschieden sich jedoch. Lassen Sie jeden Ort sein Thema erklären und vermeiden Sie eine einfache Erzählung von Sklaverei zu uneingeschränkter Freiheit.
Bei wenig Zeit wählen Sie ein Museum oder einen Ort und lesen gründlich. Weniger Stationen mit mehr Aufmerksamkeit können mehr vermitteln als eine schnelle Runde, in der jede Geschichte zur Bildunterschrift wird.
Quellen lesen und Familiengeschichte erforschen
Die Unterlagen zu Sklavenhandel und Sklaverei auf Mauritius von 1721–1892 gehören zum UNESCO-Register Memory of the World. Sie umfassen Material über Versklavung, Marronage, Abschaffung, Apprenticeship und die Zeit danach. Die Bestandsübersicht des Nationalarchivs nennt auch einschlägige Korrespondenz und Register.
Archive entstanden für bestimmte Zwecke, häufig durch Institutionen mit Macht. Ein Mensch kann in einer Eigentümerforderung, einem Register oder Rechtsstreit erscheinen statt mit eigenen Worten. Prüfen Sie, was die Akte belegt und was sie auslässt. Eine Verwaltungskategorie ist keine vollständige Biografie.
Beginnen Sie Familienforschung mit dokumentierten Namen, Daten, Orten und Beziehungen. Bewahren Sie Schreibvarianten und Quellenangaben. Leiten Sie Status, Abstammung oder einen Zusammenhang mit Sklaverei nicht allein aus Nachnamen, Aussehen oder heutiger Gemeinschaftsidentität ab.
Mündliche Berichte liefern wichtige Fragen und Zusammenhänge. Bewahren Sie Wortlaut und Umstände des Erzählens, gegebenenfalls mit Zustimmung. Unterscheiden Sie eigene Erinnerung, überlieferte Geschichte und spätere Forschungsschlüsse. Diese Sorgfalt hilft den nächsten Menschen, die weiterforschen.
Häufige Fragen
Wann wurde die Sklaverei auf Mauritius abgeschafft?
Die formelle Abschaffung trat am 1. Februar 1835 in Kraft. Jährlich wird am 1. Februar daran erinnert.
Warum wird auch 1839 genannt?
Das verpflichtende Apprenticeship-System bestand nach der Abschaffung weiter und endete auf Mauritius am 31. März 1839. Es ist ein späterer Schritt der Emanzipation.
Welcher Jahrestag fällt auf 2027?
Der 1. Februar 2027 liegt 192 Jahre nach dem 1. Februar 1835.
Ist die Sprunggeschichte von Le Morne bewiesen?
Sie ist eine wichtige mündliche Tradition. Ihre verbreitete Fassung darf nicht als vollständig verifiziertes Ereignis mit sicherem Datum, Opferzahl oder Dialog dargestellt werden.
Ist die Zeremonie 2027 bereits im Detail bestätigt?
Der Feiertag ist bestätigt. Die am 3. November 2026 geprüften Quellen belegen noch kein detailliertes Programm und keinen öffentlichen Zugang für Le Morne.
Muss man für das Gedenken auf den Berg steigen?
Nein. Monument, Vermittlung, Museen und eine angekündigte Zeremonie bieten andere Möglichkeiten. Prüfen Sie vor dem Wandern gesondert den Wegstatus.
Ist der 2. November derselbe Anlass?
Nein. Er erinnert an die Ankunft der Vertragsarbeiter. Die Geschichten sind verbunden, haben aber getrennte Themen und Gedenktage.
Quellen und Überprüfung der Termine
Die Quellen unterscheiden historische Forschung, Kulturerbeunterlagen und datierte Programme. Eine frühere Zeremonie bestätigt kein künftiges Ereignis.
- Richard B. Allen · Marronage and its legacy in Mauritius
- African Studies Review · Apprenticeship in Mauritius
- Republic of Mauritius · Public Holidays 2027
- Republic of Mauritius · History and culture
- UCL · Legacies of British Slave-Ownership
- UNESCO · Le Morne Cultural Landscape
- UNESCO · Traditional Mauritian sega
- UNESCO · Slave Trade and Slavery Records in Mauritius
- National Archives · Memory of the World nomination
- Intercontinental Slavery Museum · Military hospital history
- UK Parliament · Mauritius debate, 11 June 1835
- Bank of England · Slavery compensation research
- ICOMOS · Le Morne evaluation
- Le Morne Heritage Trust Fund · International Slave Route Monument
- Ministry of Arts and Culture · 191st anniversary commemoration
- Le Morne Heritage Trust Fund · Research and community histories
- Aapravasi Ghat Trust Fund · Outstanding Universal Value
- National Archives Department · Holdings
